ACC Direkt
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Gebrauchsanweisung
ACC Direkt
Indikation
Das Präparat enthält den Wirkstoff Acetylcystein und wird zur Verflüssigung zähen Schleims in den Atemwegen eingesetzt.
Es wird angewendet zur Schleimlösung und zum erleichterten Abhusten bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim.
Dieses Arzneimittel darf nur bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahre angewendet werden.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie sich nach 4 - 5 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen.
Art und Weise
Geben Sie das Pulver eines Beutels direkt auf die Zunge.
Das Pulver stimuliert den Speichelfluss, sodass es leicht geschluckt werden kann.
Bitte beachten Sie, dass das Pulver vor dem Schlucken nicht zerkaut werden darf.
Es kann ohne Wasser eingenommen werden.
Das gleichzeitige Auflösen von Acetylcystein-haltigen Präparaten mit anderen Arzneimitteln wird nicht empfohlen.
Hinweis
- Ein bei der Lagerung des Präparates auftretender leichter Geruch nach Schwefelwasserstoff beruht auf dem normalen Alterungsprozess des Produktes und ist für den in diesem Präparat enthaltenden Wirkstoff charakteristisch.
Dosierung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt, soweit nicht anders von Ihrem Arzt verordnet, 1 Beutel 1-mal täglich.
Hinweis
- Ein bei der Lagerung des Präparates auftretender leichter Geruch nach Schwefelwasserstoff ist kein Anzeichen einer Produktveränderung, sondern ist für den in diesem Präparat enthaltenen Wirkstoff charakteristisch.
Ältere und geschwächte Patienten
- Patienten mit eingeschränktem Hustenreflex (ältere und geschwächte Patienten) sollten das Pulver möglichst morgens einnehmen.
Dauer der Anwendung
- Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie sich nach 4 - 5 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Bei Überdosierung können Reizerscheinungen im Magen-Darm-Bereich (z. B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) auftreten.
- Schwerwiegende Nebenwirkungen oder Vergiftungserscheinungen wurden bisher auch nach massiver Überdosierung von Acetylcystein nicht beobachtet. Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie bitte dennoch Ihren Arzt.
Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis zum üblichen Zeitpunkt ein.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kontraindikation
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Acetylcystein oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren
- Mukolytika können bei Kindern unter 2 Jahren aufgrund ihrer Atemwegsbeschaffenheit und der begrenzten Fähigkeit des Abhustens von Schleim zu einer Blockierung der Atemwege führen. Daher dürfen Mukolytika bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden.
- Das Arzneimittel darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 2 Jahren angewendet werden. Bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren sollte es aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes nicht angewendet werden; es stehen andere geeignete Darreichungsformen zur Verfügung.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Beenden Sie die Einnahme des Arzneimittels und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, falls Anzeichen einer allergischen Reaktion oder einer schweren Haut- oder Schleimhautreaktion auftreten.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- allergische Reaktionen (Juckreiz, Bildung eines Nesselausschlags [Urtikaria], starke Schwellungen unter der Haut [Angioödem], Hautausschlag)
- Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Fälle mit Schwellungen von Gesicht, Lippen und Zunge können lebensbedrohlich sein.
- schneller Herzschlag (Tachykardie)
- Blutdrucksenkung (Hypotonie)
- Kopfschmerzen
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- Fieber
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Atemnot, Bronchospasmen - überwiegend bei Patienten mit hyperreaktivem Bronchialsystem bei vorliegendem Asthma bronchiale
- Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- schwere allergische Reaktionen bis hin zum Schock (plötzlicher Hautausschlag, Atembeschwerden und Ohnmacht) Diese können lebensbedrohlich sein.
- Auftreten von Blutungen (Hämorrhagie), zum Teil verbunden mit Überempfindlichkeitsreaktionen
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Wasseransammlungen im Gesicht (Gesichtsödeme)
Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse (Lyell-Syndrom) in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet worden. In den meisten dieser berichteten Fälle wurde mindestens ein weiterer Arzneistoff gleichzeitig eingenommen, der möglicherweise die beschriebenen die Schleimhaut betreffenden Wirkungen verstärkt haben könnte.
Bei Auftreten von schwerwiegenden Haut- und Schleimhautveränderungen sollten Sie daher unverzüglich ärztlichen Rat einholen und die Anwendung von Acetylcystein beenden.
Verschiedene Studien bestätigten eine Abnahme der Plättchenaggregation (Zusammenballung bestimmter Blutbestandteile) während der Anwendung von Acetylcystein. Die klinische Bedeutung dessen ist bisher unklar.
Gegenmaßnahmen
- Bei Auftreten erster Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion (siehe oben) darf das Präparat nicht nochmals eingenommen werden. Wenden Sie sich bitte in diesem Fall an einen Arzt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der oben genannten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Dies betrifft insbesondere:
- hustenstillende Mittel (Antitussiva)
- Bei kombinierter Anwendung von Acetylcystein und hustenstillenden Mitteln kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen, sodass die Indikation zu dieser Kombinationsbehandlung besonders sorgfältig gestellt werden sollte. Fragen Sie daher vor einer kombinierten Anwendung unbedingt Ihren Arzt.
- Antibiotika
- Um einen Einfluss auf die Wirksamkeit von Acetylcystein zu vermeiden, sollte die Einnahme von Antibiotika (Tetracycline [außer Doxycyclin], Cephalosporine, Aminoglykoside und Penicilline) getrennt und in einem mindestens 2-stündigen Abstand zeitversetzt zur Einnahme von Acetylcystein erfolgen. Dies betrifft nicht Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cefixim. Cefixim weist keine Wechselwirkungen auf und kann gleichzeitig mit Acetylcystein eingenommen werden.
- Aktivkohle
- Die Anwendung von Aktivkohle kann die Wirkung von Acetylcystein verringern.
- Glyceroltrinitrat
- Ein auch als Nitroglycerin bekanntes Arzneimittel, das zur Erweiterung der Blutgefäße eingesetzt wird. Die gleichzeitige Anwendung von ACC direkt kann möglicherweise eine verstärkte Wirkung von Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin) bezüglich der Erweiterung der Blutgefäße bedingen. Dies könnte zum Teil auch auf eine mögliche blutverdünnende Wirkung zurückzuführen sein.
- Arzneimittel zur Behandlung von Anfallserkrankungen
- Bei gleichzeitiger Anwendung mit Carbamazepin kann die Wirkung von Carbamazepin aufgrund erniedrigten Plasmaspiegels verringert werden.
- hustenstillende Mittel (Antitussiva)
Patientenhinweis
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn Sie
- Hautveränderungen bemerken.
- Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse (Lyell-Syndrom) im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet worden. Bei Neu auftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollte daher unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Acetylcystein beendet werden.
- an Asthma bronchiale leiden.
- ein Magen- oder Darmgeschwür in der Vergangenheit hatten oder haben, insbesondere wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen, welche die Magenschleimhaut reizen können.
- an Histaminintoleranz leiden.
- Eine längerfristige Therapie sollte bei diesen Patienten vermieden werden, da das Arzneimittel den Histaminstoffwechsel beeinflusst und zu Intoleranzerscheinungen (z. B. Kopfschmerzen, Fließschnupfen, Juckreiz) führen kann.
- Für mehr Informationen, s. Gebrauchsinformation.
- an Phenylketonurie leiden, da dieses Arzneimittel eine Quelle für Phenylalanin enthält.
- Schwierigkeiten haben, Sekret abzuhusten.
- Die Anwendung von dem Arzneimittel kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zu einer stärkeren Verflüssigung und damit zu einer Volumensteigerung des Bronchialsekrets führen. Wenn Sie nicht in der Lage sind, dieses ausreichend abzuhusten, sollte Ihr Arzt geeignete Maßnahmen bei Ihnen durchführen, um Ihnen dabei zu helfen.
- Hautveränderungen bemerken.
- Das gleichzeitige Auflösen von Acetylcystein-haltigen Präparaten mit anderen Arzneimitteln wird nicht empfohlen.
- Bestimmung von Laborparametern
- Falls eine Laboruntersuchung auf nachfolgende Parameter durchgeführt werden soll, informieren Sie Ihren Arzt über die Einnahme von diesem Präparat, denn es kann Einfluss haben auf die Bestimmung von:
- Salicylate (Wirkstoffe zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen oder Rheuma)
- Ketonkörper bei Harnuntersuchungen
- Falls eine Laboruntersuchung auf nachfolgende Parameter durchgeführt werden soll, informieren Sie Ihren Arzt über die Einnahme von diesem Präparat, denn es kann Einfluss haben auf die Bestimmung von:
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Acetylcystein hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Schwangerschaftshinweis
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Da keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Acetylcystein während der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollten Sie das Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nur anwenden, wenn Ihr behandelnder Arzt dies für absolut notwendig erachtet.
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