Bei Krätze handelt es sich um eine Hautkrankheit, welche auch Skabies genannt wird. Krätze wird durch die Krätzmilben ausgelöst, welche meistens die Zwischenräume der Finger, Zehen, Achseln und Genitalien befallen. Therapiert werden kann die Krankheit durch rezeptfreie Krätze Cremes und ggf. Medikamente.
Was ist Krätze?
Leiden Sie an Krätze, haben sich Krätzmilben in Ihrer Haut eingenistet. Das sind kleine Parasiten, die sich durch ihre Haut fressen. Die weiblichen Krätzmilben hinterlassen dabei in Ihrer Haut Eier und Kot, woher die altbekannten Symptome der Krätze rühren. Da eine unzureichende Hygiene eine Voraussetzung für die Ausbreitung von Krätzmilben ist, setzen sie sich gerne an Orten fest, die schwer zu reinigen sind. Darüber hinaus bevorzugen Krätzmilben dünne Hautstellen, welche relativ warm sind. Darum befallen Krätzmilben meistens den Genitalbereich, den Zwischenraum der Finger und Zehen oder die Achselhöhlen. Bei Kindern fressen sich Krätzmilben zudem gerne durch die Gesichtshaut oder die Hände und Füße.
Krätze wird meistens durch Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Leiden Sie also an Krätze, hat vermutlich jemand in Ihrem Umfeld Sie angesteckt. Eine Voraussetzung ist zudem mangelnde körperliche Hygiene, weil Krätzmilben auf der Hautoberfläche noch abgewaschen werden können. Erst wenn sie sich durch die Haut gefressen haben, geht das nicht mehr.
Problematisch ist, dass die weiblichen Krätzmilben ihre Eier in Ihrer Haut ablegen. Die neugeborenen Krätzmilben fressen sich anschließend durch Ihre Haut, wobei sie feine rote Linien hinterlassen. Lästige Symptome wie Juckreiz entstehen insbesondere durch den Kot dieser Parasiten, da dieser eine Immunreaktion auslöst. Folgende Erscheinungen deuten auf Krätze hin:
Feine und rote Linien, welche sich durch Ihre Haut ziehen
- (Starker) Juckreiz
- Pusteln
- Kleine Knötchen
- Rötungen
- Bläschen
- Hautausschlag
Wenn Sie Symptome der Krätze bemerken, tragen Sie schon länger Krätzmilben in Ihrer Haut. Meistens vergehen mehrere Wochen, bis sich erste Symptome bemerkbar machen. Folglich können Sie die Krätzmilben dann nicht mehr abwaschen, weil sie sich bereits in Ihrer Haut befinden. I. d. R. werden nun Krätze Cremes eingesetzt. Medikamente wie Tabletten gegen Krätze existieren ebenfalls, werden jedoch selten verwendet. Bis alle Krätzmilben abgestorben sind, müssen Krätze Cremes und Tabletten zumeist mehrere Wochen eingesetzt werden. Tabletten gegen Krätze rezeptfrei können Sie leider nicht erwerben, diese gibt es nur auf Rezept.
Wie wird Krätze richtig behandelt?
Haben Sie den Verdacht auf Krätze, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, damit dieser eine klare Diagnose stellt. Je schneller Sie handeln, desto weniger Zeit verbringen Sie mit den Symptomen der Krätze. Meistens empfehlen Ärzte Salben gegen Krätze.
Eine rezeptfreie Salbe gegen Krätze ist das Antiscabiosum von Strathmann. Der Wirkstoff Benzylbenzoat ist ein antiparasitäres Mittel, welches Krätzmilben abtöten soll. Das erreicht es, indem es als Nervengift fungiert. Der Gebrauch auf der Haut gilt jedoch als unbedenklich.
Ein weiteres Krätzemittel ist Crotamiton. Es lässt sich bspw. in der Salbe gegen Krätze Crotamitex finden. Diese Salbe soll nicht nur Krätzmilben töten, sondern auch Juckreiz und das Wachstum von Bakterien hemmen. Anstelle einer Salbe gegen Krätze können Sie Crotamitex auch als Gel erwerben.
Mit diesen Cremes gegen Krätze können Sie die Krätzmilben abtöten. Wichtig ist neben dem Gebrauch solcher Krätze Salben ohne Rezept, dass Sie jegliche Kleidung, welche mit Ihrer Haut in Verbindung kam, intensiv reinigen. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie die Kleider waschen, einfrieren und lüften. Ggf. macht der Gebrauch eines Milbensprays gegen Krätze bei Ihrer Kleidung Sinn.
Zudem sollten Sie herausfinden, wo Sie sich mit Krätze angesteckt haben. Leidet ggf. ein Familienmitglied an dieser Krankheit? Es lässt sich zudem empfehlen, die eigene körperliche Hygiene ernster zu nehmen, damit es Krätzmilben in Zukunft schwerer haben, sich einzunisten.
Wurde der Krätzebefall erfolgreich abgewehrt, sollten Sie die betroffenen Hautstellen intensiv pflegen, damit sie regenerieren kann.