Unterschied zwischen Neurodermitis und Schuppenflechte – Symptome, Ursachen und Behandlung
Neurodermitis (atopische Dermatitis) und Schuppenflechte (Psoriasis) sind zwei der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Sie werden aufgrund ähnlicher Symptome wie Hautrötung, Juckreiz und Entzündungen oft miteinander verwechselt. Doch obwohl sich beide Erkrankungen durch Entzündungsreaktionen der Haut auszeichnen, unterscheiden sie sich in ihren Ursachen, ihrem Verlauf und den Behandlungsmöglichkeiten.
Warum kommt es so oft zu Verwechslungen? Die trockene, entzündete Haut und der starke Juckreiz treten bei beiden Krankheiten auf, was die Diagnose für Betroffene erschwert. Während Neurodermitis jedoch häufig durch Allergien und eine gestörte Hautbarriere begünstigt wird, handelt es sich bei Schuppenflechte um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haut angreift und eine übermäßige Zellproduktion verursacht.
In diesem Artikel werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Neurodermitis und Schuppenflechte ausführlich erklärt, um Betroffenen eine erste Einschätzung zu ermöglichen. Zudem erhalten Leser Informationen zu Diagnose, Behandlung und Hautpflege, um besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.
Was sind Neurodermitis und Schuppenflechte?
Neurodermitis (Atopische Dermatitis)
Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist bereits im Säuglingsalter beginnt. Sie gehört zu den atopischen Erkrankungen, zu denen auch Asthma und Heuschnupfen zählen.
Ursachen und Risikofaktoren:
Genetische Veranlagung spielt eine große Rolle. Kinder von Eltern mit Neurodermitis haben ein erhöhtes Risiko.
Die Hautbarriere ist geschwächt, sodass Feuchtigkeit schlechter gespeichert wird und Krankheitserreger leichter eindringen können.
Umweltfaktoren wie Kälte, trockene Luft oder allergieauslösende Stoffe (z. B. Pollen, Hausstaubmilben) können die Symptome verstärken.
Stress gilt als ein häufiger Auslöser für Schübe.
Typische Symptome:
Stark juckende, trockene Haut
Rötungen und Ekzeme, die sich entzünden können
Nässende Hautstellen, insbesondere bei Babys
Verdickung der Haut bei langanhaltender Reizung
Verlauf:
Häufig beginnt Neurodermitis im Säuglingsalter mit Ekzemen im Gesicht oder an den Armen.
n vielen Fällen bessert sich die Erkrankung mit dem Erwachsenenalter, kann aber in manchen Fällen auch lebenslang bestehen bleiben.
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Schuppenflechte (Psoriasis)
Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haut angreift und zu einer übermäßigen Zellteilung führt. Dadurch entstehen schuppige, entzündete Hautstellen.
Ursachen und genetische Veranlagung
Die Erkrankung ist erblich bedingt – bei einem betroffenen Elternteil liegt das Risiko bei 10–20 %, bei beiden Elternteilen bei bis zu 50 %
Bestimmte Infektionen, Medikamente oder Hautverletzungen können Psoriasis-Schübe auslösen
Das Immunsystem reagiert überaktiv und beschleunigt die
Zellneubildung, was zur typischen Schuppung führt
Typische Symptome
Verdickte, schuppige Hautstellen, die sich oft entzünden
Rötungen mit silbrig-weißen Schuppen
Juckreiz, der aber meist schwächer als bei Neurodermitis ist
Verlauf
Verläuft meist in Schüben mit Phasen der Besserung und
Verschlechterung
Tritt oft erstmals zwischen 15 und 35 Jahren auf
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Unterschiede zwischen Neurodermitis und Schuppenflechte
1. Lokalisation der Hautveränderungen
Neurodermitis: Ellenbeugen, Kniekehlen, Hals, Gesicht, Hände.
Schuppenflechte: Ellenbogen, Knie, Kopfhaut, unterer Rücken
2. Hautbild und Erscheinung
Neurodermitis: Trockene, rissige Haut, die häufig nässt
Schuppenflechte: Verdickte, schuppige Haut mit silbrig-weißen Plaques
3. Typische Auslöser für Krankheitsschübe
Neurodermitis: Allergene, Stress, trockene Luft, ungeeignete Hautpflegeprodukte
Schuppenflechte: Infektionen, Verletzungen, bestimmte Medikamente, Alkohol
Diagnoseverfahren
Neurodermitis: Allergietests, Hautuntersuchunge
Schuppenflechte: Hautbiopsie, Bluttests zur Abklärung einer Autoimmunreaktion
Gemeinsamkeiten von Neurodermitis und Schuppenflechte
Beide sind chronische, nicht ansteckende Hauterkrankungen
Ähnliche Auslöser wie Stress oder Umweltfaktore
In seltenen Fällen können beide Erkrankungen gleichzeitig auftreten
Notwendigkeit einer konsequenten Hautpflege zur Linderung der Beschwerden
Was ist schlimmer: Neurodermitis oder Schuppenflechte?
Juckreiz: Bei Neurodermitis meist ausgeprägter als bei Schuppenflechte
Lebensqualität: Schuppenflechte kann auch die Gelenke betreffen, was die Lebensqualität weiter beeinträchtigen kann
Behandlung: Beide sind nicht heilbar, aber therapierbar
Beide Hauterkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität auf unterschiedliche Art und Weise. Während die Betroffenen von Neurodermitis besonders an dem intensiven Juckreiz leiden, beeinträchtigen Betroffene der Schuppenflechte vor allem
die Schuppen, die sich häufig entzünden und in manchen Fällen die Gelenke befallen. Eine lineare Besserung ist bei Neurodermitis wahrscheinlicher, während bei Menschen, die an Schuppenflechte leiden, immer wieder Schübe auftreten können, während denen sich Symptome verschlimmern. Bei beiden ist es für eine verbesserte Lebensqualität ratsam, einen Dermatologen zu konsultieren und aktiv Behandlungsoptionen auszuschöpfen.
Behandlung und Hautpflege bei Neurodermitis und Schuppenflechte
Kortison-Cremes: Zur akuten Linderung der Entzündung. Zudem blockieren sie Botenstoffe, die Juckreiz verstärken
Immunsuppressiva: Das Immunsystem kann durch eine Überreaktion körpereigenes Gewebe angreifen. Immunsuppressiva unterdrücken das Immunsystem und sollten deshalb nur bei schweren Krankheitsverläufen eingesetzt werden
Feuchtigkeitspflege: Besonders wichtig bei Neurodermitis
Phototherapie: Bei einer Phototherapie wird der Patient mit ultraviolettem Licht bestrahlt, wodurch Entzündungsprozesse positiv beeinflusst werden und verhärtetes Bindegewebe weicher gemacht wird. Deshalb eignet sich diese Form der Therapie vor allem bei Schuppenflechte
Spezielle Hautpflegeprodukte: Vermeidung reizender Inhaltsstoffe
Neurodermitis oder Schuppenflechte: So erkennen Sie den Unterschied
Ein besonders starker Juckreiz spricht eher für Neurodermitis, während silbrige Schuppen typisch für Schuppenflechte sind. Wenn die Symptome mit Allergien zusammenhängen, ist eine Neurodermitis wahrscheinlicher. Ein Dermatologe kann durch eine Untersuchung Klarheit schaffen.
Fazit
Neurodermitis und Schuppenflechte sind unterschiedliche, aber oft verwechselte Hauterkrankungen. Die richtige Diagnose ist entscheidend für eine gezielte Behandlung. Um eine einwandfreie Diagnose zu gewährleisten, sollte ein Dermatologe hinzugezogen werden.
Literaturverzeichnis
Griffiths, C. E. M., Armstrong, A. W., Gudjonsson, J. E., et al. (2021). Psoriasis. The Lancet, 397(10281), 1301-1315
Guttman-Yassky, E., Krueger, J. G. (2017). Psoriasis and atopic dermatitis. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 140(3), 633-641
Weidinger, S., Beck, L. A., Bieber, T., et al. (2018). Atopic dermatitis. Nature Reviews Disease Primers, 4, 1-20.